Dank an die Mitwirkenden aus „Teilhabe am Leben“

Einen rundum gelungenen Nachmittag verbrachten die Mitwirkenden des Projektes und gleichnamigen Netzwerkes „Teilhabe am Leben für Menschen mit Demenz in Legden und Asbeck“ am Freitagnachmittag vor und in der Caritas-Beratungsstelle in Legden. Mit dem Dankes-Fest bedankten sich die Projektinitiatoren bei allen Engagierten für die hervorragende Zusammenarbeit vor Ort. Stellvertretend für alle Mitarbeiter lobten Kerstin Menker und Birgit Leuderalbert die interessierte und kreative Gestaltung von Aktionen und Aktivitäten, die die Integration und Teilhabe von Menschen mit Demenz gelingen lassen. Viele Gäste entdeckten sich selbst in dem Kurzfilm der während des Festes gezeigt wurde. Der Film entstand im Rahmen der Preisverleihung des DRK-Altenhilfepreises, den das Projekt im April gewonnen hatte. Höhepunkt des Nachmittags war der Auftritt des Zauberers Endik Thier, der bei Alt und Jung für helle Begeisterung sorgte. Bei sonnigem Wetter, kalten Getränken und leckeren Würstchen wurde die anschließende Gelegenheit zum austauschen und gemütlichen Plaudern benutzt.

Altenhilfepreis des DRK geht nach Legden

Altenhilfepreis des DRK geht nach Legden

Mit einem hervorragenden zweiten Platz wurde das Projekt „Teilhabe am Leben“ in Legden und Asbeck der „Caritas Pflege & Gesundheit“ ausgezeichnet. Der Caritasverband für die Dekanate Ahaus und Vreden hat das Projekt gemeinsam mit der Gemeinde Legden und dem Zentrum für gesundes Arbeiten Münsterland GmbH sowie der Gaus GmbH ins Leben gerufen. Eine Delegation der Projektpartner nahm jetzt den Preis in Berlin entgegen.

„Mit diesem Projekt haben die Partner ihre verschiedenen Ressourcen vernetzt und gebündelt, um Menschen mit dementiellen Erkrankungen ein Leben gemeinsam mit den Bürgern in ihrem Dorf zu ermöglichen und damit optimal in das gesellschaftliche Leben integriert werden können“, sagte DRK-Vizepräsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg bei der offiziellen Preisverleihung in Berlin.

Mit der Idee, die Kommune auf die Veränderungen des demografischen Wandels – sinkende Geburtenzahlen, steigende Lebenserwartung und eine Zunahme von Pflegebedürftigkeit und Demenz – vorzubereiten, habe Bürgermeister Friedhelm Kleweken die Projektpartner motiviert, sich mit dem Thema Teilhabe von Menschen mit Demenz in Legden und Asbeck auseinanderzusetzen, und das Projekt auf den Weg zu bringen.

Netzwerke geschaffen

„Die Herausforderungen des demografischen Wandels sind nur dann zu bewältigen, wenn in der Gesellschaft Kräfte gebündelt und in den Kommunen entsprechende Netzwerke geschaffen werden“, betonte Donata Schenck zu Schweinsberg. Dass dies in besonderer Weise in Legden gelungen ist, wurde den Projektpartnern bei der Verleihung bescheinigt.

„Zum Gelingen des Projekts hat insbesondere die breite Unterstützung durch die Bürger beigetragen“, meinen Birgit Leuderalbert und Matthias Wittland vom Caritasverband, der das Projekt federführend geleitet hat. Durch die Mitarbeit haupt- und ehrenamtlicher Akteure im Netzwerk „Teilhabe am Leben“ konnte das Thema in der Gemeinde langfristig verankert werden. Eben diese Nachhaltigkeit wurde durch die Jury in besonderer Weise gewürdigt.

Der Altenhilfe-Preis des DRK wird alle drei Jahre für alle gemeinnützigen Träger ausgelobt, um herausragende Projekte bekannt zu machen, mit denen das Lebensumfeld älterer Menschen vorbildlich gestaltet wird.

[Quelle: Münsterlandzeitung]

 

Netzwerk bringt Demenz ins Gespräch

„Die Aktion war ein voller Erfolg“, freut sich Stefanie Schiermann über den Weihnachtsmarktstand und die Glücksradaktion des Legdener „Netzwerks Gemeinsam“. Schiermann hatte die Aktion federführend organisiert. Ziel war es, auf das Netzwerk aufmerksam zu machen, das Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen die gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen möchte. Standbesucher konnten verschiedene Aufgaben mit simulierten Demenz-Einschränkungen bewältigen. Dabei kamen die Besucher ganz automatisch und rege über eigene Erfahrungen ins Gespräch.

„Das ist unser Ziel; die Menschen sollen Tabus gegenüber der Erkrankung weiter abbauen und offen und angstfrei mit dem Thema Demenz umgehen. Nur so ist gesellschaftliche Teilhabe für die Erkrankten möglich“, kommentiert Netzwerk-Koordinatorin Kerstin Menker von der Caritas Pflege & Gesundheit. Eine der nächsten Aktionen des Netzwerks ist die Lesung „Die Fremde in mir“ mit der aus Vreden stammenden Mae Christin Müller am 11.März im Dormitorium Asbeck.

Lesung „Die Fremde in mir“

Im Jahre 2014 entstanden  im Rahmen des Projektes: „Sieben auf einen Streich – junge Literaturtage Westmünsterland“ die Kurzgeschichte: „Die Fremde in mir“, die die Autorin und Preisträgerin Mae Christin Müller  eigens für ihre an Demenz erkrankte Urgroßmutter geschrieben und ihr auch gewidmet hat:  „Weltweit gibt es über 44  Millionen Menschen, die an Demenz erkrankt sind. Für viele Angehörige ist es kein Leichtes zu sehen, wie sehr sich die Persönlichkeit eines Menschen, den man vorher so gut kannte, so stetig und stark verändern kann. Dennoch möchte ich durch meine Geschichte in all dem Leid einen Ausweg sehen; einen flüchtigen Moment, der eben diesem geliebten Menschen ein Lächeln aufs Gesicht zaubert.“

Im Anschluss an die Lesung wir es Gelegenheit zu Austausch und Gespräch mit der Autorin und den Mitwirkenden im Netzwerk Gemeinsam geben.

Das Netzwerk Gemeinsam, ein Zusammenschluss von ehrenamtlich und beruflich engagierten Menschen in Legden und Asbeck, möchte das Thema Demenz in die Öffentlichkeit bringen und für Menschen mit Demenz, Angehörige und alle Interessierte Angebote und Aktivitäten zur gesellschaftlichen Teilhabe schaffen.

Mae-Christin Müller
Kerstin Menker, Birgit Leuderalbert (Netzwerk Gemeinsam)

Termin: 11. März 2016, 19.30 Uhr
Ort: Legden-Asbeck, Dormitorium

In Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Gemeinsam Legden-Asbeck

 

Gegenseitige Unterstützung bei Demenz – Ideenwerkstatt beim Netzwerk „GEMEINSAM“

Gegenseitige Unterstützung bei DemenzVor zwei Monaten unterzeichneten im Haus Weßling in Legden 17 Personen das Unterstützungsnetzwerk „GEMEINSAM“ als Nachfolger des Projekts „Teilhabe am Leben“. Im Dormitorium des Heimatvereins in Asbeck trafen sich in der vergangenen Woche die Mitglieder zur Ideenwerkstatt.

Bernhard Laukötter, Vorsitzender des Heimatvereins Asbeck, gehört zum Netzwerk. Kerstin Menker und Birgit Leuderalbert (beide Caritas Pflege & Gesundheit) halten bei dem Netzwerk die Fäden in der Hand.

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