Handlungsleitfaden

Im Rahmen der zweijährigen Projektlaufzeitwurden zahlreiche Erfahrungen und Erkenntnisse gesammelt sowie viele verschiedene Instrumente und Methoden getestet, die Teilhabe am Leben für Menschen mit Demenz gelingen lassen können. Um ähnlichen (Teil-)Vorhaben diese Erfahrungen zur Verfügung zu stellen, wird derzeit der Handlungsleitfaden “Schritte zur demenzfreundlichen Kommune – Teilhabe am Leben von Menschen mit Demenz in der dörflichen Gemeinschaft” entwickelt. Angesprochen werden Initiatoren, Projekte und Kommunen, die es sich zum Ziel gemacht haben, Teilhabe von Menschen mit Demenz zum Thema zu machen und weiter auszubauen. Die Realisation von Teilhabe wird im Handlungsleitfaden in mehreren Schritten gestaltet und mit zahlreichen praktischen Beispielen hinterlegt, die exemplarisch im folgenden Konzeptaufbau abrufbar sind:


Bestandsaufnahme

Um mit einer Projektidee beginnen zu können, müssen Fragen nach der Situation vor Ort, möglichen Kooperationspartnern und die Vorstellungen zur Zusammenarbeit beantwortet werden. Vor allem die Meinungen und Mitgestaltungsmöglichkeiten von Bürgerinnen und Bürgern sowie Institutionen vor Ort wurden bei den Ideenschmieden (Durchführung von Ideenschmieden [pdf]) erfragt und die Ergebnisse als wichtige Projektziele deklariert.


Ein Dorf für die Idee der Teilhabe von Menschen mit Demenz begeistern

Menschen aller Altersklassen und sozialer Gruppierungen sollen sich für die Idee der Teilhabe von Menschen mit Demenz begeistern. Praktisch wurde dies im Projekt mit der Entwicklung und Durchführung eines Sensibilisierungskonzeptes umgesetzt, inhaltlich gefüllt durch eine mehrwöchige Demenz-Kampagne, fortlaufende Informations- und Aufklärungsarbeit sowie Schulungen zum Umgang mit Menschen mit Demenz für (neue) unterschiedliche Zielgruppen (Zielgruppenspezifische Schulung [pdf]).


Ein Netzwerk zur Unterstützung von Menschen mit Demenz aufbauen

Netzwerke helfen bei der Nutzung von Ressourcen und Synergieeffekten, so auch im Projekt Teilhabe am Leben. Als eines der zentralen Ergebnisse des Projektes wurde das Netzwerk Gemeinsam gegründet. Das Netzwerk Gemeinsam macht es sich zur Aufgabe, das Thema Demenz zu enttabuisieren und Angebote zur Teilhabe zu (weiter) zu entwickeln. Dargestellt werden in diesem Kapitel unter anderem die einzelnen Schritte zur Netzwerkgründung sowie der Etablierung des Netzwerkes (Kooperationsvereinbarung Netzwerk Gemeinsam [pdf]). Ein weiterer Baustein der projektinterne n und -übergreifenden Zusammenarbeit war unter anderem die Kontaktstelle Demenz


Angebote zur Teilhabe von Menschen mit Demenz

Neben theoretischen Überlegungen wird dieses Kapitel getragen von zahlreichen praktischen Beispielen, die im Projekt umgesetzt wurden, damit Teilhabe am Leben für Menschen mit Demenz gelingen kann. Zu nennen sind hier die verschiedenartigen Schulungen unterschiedlicher Altersgruppen (“Oma ist..Oma” [pdf]), die Demenz-AG “Help and Happiness – Junge Begleiter für Menschen mit Demenz” an einer weiterführenden Schule sowie der “Lernzirkel Demenz – Umgang mit herausforderndem Verhalten” für Betroffene Angehörige), die Anschaffung verschiedener Materialien (Poster, Plakate, Folder, Bücher, …) oder die Gestaltung von Gottesdiensten (Gottesdienst August 2015 [pdf]).

Abschließende Kapitel des Handlungsleitfadens werden die Beschreibung einer zielgerichteten Prozessbegleitung sowie die langfristige Konzeptsicherung sein.

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