Wenn sich die Omi verändert – „Teilhabe am Leben“ für Demenzerkrankte in Legden/Kessmann: „Projekte helfen, den Wandel auf dem Land zu gestalten“

Die Situation ist zur Genüge bekannt: An der Kasse im Supermarkt muss man hinter einem älteren Mitbürger warten, weil dieser nicht die passenden Münzen findet. Das kann ein erstes Anzeichen von Demenz sein. Mit solchen und ähnlichen Beispielen arbeitet auch das Projekt „Teilhabe am Leben“, dass sich im 7000-Einwohner-Dorf Legden mit der nachhaltigen Einbindung Demenzerkrankter in die dörfliche Gesellschaft befasst. „Projekte wie diese können helfen, den Wandel auf dem Land zu gestalten“, erklärte Diözesancaritasdirektor Heinz-Josef Kessmann im Rahmen der Auftaktveranstaltung zum Caritas-Jahresthema 2015 „Stadt-Land-Zukunft“, die im Dormitorium in Legden-Asbeck stattfand.

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Herausforderungen im Pflegealltag mit Demenz – Neues Unterstützungsangebot für pflegende Angehörige

Pflegende Angehörige und enge Bezugspersonen von Menschen mit Demenz stoßen in der Begleitung und Pflege häufig physisch und psychisch an ihre Grenzen. Als besondere Belastung wird oft der Umgang mit schwierigen und herausfordernden Verhaltensweisen der an Demenz erkrankten Person genannt. Insbesondere Verhaltensweisen wie plötzliche Wutausbrüche, Beschuldigungen, Abwehrverhalten oder das wiederholte Fragen, sind für Angehörige und Bezugspersonen nicht oder schwer einzuordnen und psychisch sehr belastend.

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Entlastung für Frau Froh

Frau Froh, seit 46 Jahren verheiratet, lebt in Legden ein Leben wie viele andere auch. Zwei Kinder, beide erwachsen und aus dem Haus. Der Sohn wohnt in Berlin, die Tochter, berufstätig mit Ehemann und Enkelin in Legden. Doch das Leben von Herrn und Frau Froh ändert sich: Die Ehefrau berichtet: „Zuerst war ich immer nur genervt und habe gedacht: Mein Gott, mein Mann kann doch nicht schon wieder vergessen haben, was er einkaufen sollte!“ Doch langsam nehmen die kritischen Momente bei Herrn Froh zu: Er kann an der Supermarktkasse nicht mehr gut bezahlen und findet auch nicht immer den Weg nach Hause.

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Lernen auf sich selbst zu achten… – Kursreihe für pflegende Angehörige erfolgreich beendet

Die Informationsreihe für Angehörige von Menschen mit Demenz der BARMER GEK in Zusammenarbeit mit dem Caritas Pflege & Gesundheit hat in der vergangenen Woche einen erfolgreichen Abschluss gefunden. Initiiert durch das Projekt „Teilhabe am Leben“ haben sich insgesamt 16 Angehörige an 10 Abenden im Haus Weßling zum persönlichen Austausch über ihre anspruchsvolle und umfassende Pflegetätigkeit zusammengefunden.

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Geplanter Vortrag „Aktiv im Alter – Sport- und Bewegungsangebote vor Ort schaffen“

Im Rahmen des Projekts „Teilhabe am Leben in Legden und Asbeck“ soll die Thematik Demenz u.a. durch Informationsveranstaltungen und Seminarangebote enttabuisiert werden. Darüber hinaus sollen Rahmenbedingungen für ein möglichst selbstbestimmtes Leben von Menschen mit Demenz geschaffen werden. „In Kooperation mit dem Behinderten- und Rehabilitationssportverband Nordrhein-Westfalen e.V., Fachverband für Rehabilitation durch Sport, und umliegenden Sportvereinen möchten wir die Legdener und Asbecker Bevölkerung zu vermehrten Bewegungs-und Sportangeboten motivieren,“ erklärt Fanny Natzschka ( Gesundheitszentrum Westmünsterland und Initiatorin des Vortrages).

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Besseres Verständnis für Menschen mit Demenz

„Demenz erleben und nachfühlen“ mit Hilfe eines Demenzparcours – Menschen mit Demenz leben in einer eigenen Welt, die für andere Menschen oft schwer nachvollziehbar ist. Um Menschen, die nicht an einer Demenz erkrankt sind, diese Welt etwas zu öffnen wurde vom Demenz-Servicezentrum der Region Bergisches Land auf Grundlage der Symptome, die bei einer Demenzerkrankung auftreten können, ein sogenannter Demenzparcours entwickelt.

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Thema Teilhabe jetzt hoffähig – Zweite Beiratssitzung zieht positive Zwischenbilanz

Das Projekt „Teilhabe am Leben“ für Demenzerkrankte öffnet seit 18 Monaten in der Gemeinde Legden in Kooperation mit der Caritas Türen der Verständigung in der Gesellschaft. Und das mit Erfolg, wie jetzt bilanziert wurde.

Bei der zweiten Beiratssitzung im Schulungsraum der Freiwilligen Feuerwehr in Legden mit Teilnehmern, die mit dem Projekt bereits in Kontakt gekommen sind, wurde das Ausmaß der Anerkennung sichtbar. Bürgermeister Friedhelm Kleweken bezeichnete es als „zartes Pflänzchen“, das am Anfang in Legden belächelt worden sei. „Inzwischen werden wir ernst genommen. Das Projekt hat das Thema hoffähig gemacht. Es erfährt Wertschätzung in den betroffenen Familien“, so Kleweken. Auch die Caritas-Mitarbeiterinnen Birgit Leuderalbert und Miriam Klöpper, die in Legden das Projekt koordinieren, sahen eine positive Entwicklung.

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